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Schritt für Schritt instand setzen, vorhandenes Material nutzen und Kosten sparen.
Ein stark beanspruchter Schotterweg, der ständig an seine Grenzen kommt: Schlaglöcher, Unebenheiten und immer wieder Reparaturbedarf. Kaum ist ein Abschnitt ausgebessert, steht die nächste Arbeit an. So fließen laufend Zeit, Material und Geld in denselben Weg. Genau für solche Problemwege haben wir eine Lösung.
Hier können wir den vorhandenen Verkehr gezielt zur Nachverdichtung nutzen: Wir bereiten die Schadstellen vor, füllen geeignetes Material ein und gleichen die anschließend entstehenden Setzungen durch weitere Pflegefahrten aus.
Dabei fahren wir den VGrader grundsätzlich mit einer passend eingestellten Regelhydraulik (EHR), um das Material gleichmäßig aufzutragen und auch zusammengefahrene Fahrspuren gezielt aufzubauen.
Ein Schlagloch einfach mit losem Material aufzufüllen, reicht häufig nicht aus. Am Grund können sich feine Sedimente oder Schlamm ablagern, die den Verbund mit dem eingebrachten Material beeinträchtigen. Die federnd gelagerten Zähne des V12 können diese Ablagerungen innerhalb ihrer Arbeitstiefe aufbrechen und den Untergrund der Schadstelle aufrauen. Anschließend verteilt der VGrader das aufbereitete, durchmischte Wegematerial in die Vertiefung.
Wir beginnen beispielsweise morgens um 8 Uhr. Der erste Pflegegang füllt die vorbereiteten Vertiefungen auf. Die nachfolgenden Fahrzeuge und Maschinen drücken das zunächst lockere Material zusammen und tragen so zur Verdichtung bei.
Aus einem ursprünglich etwa zehn Zentimeter tiefen Schlagloch kann nach dem Auffüllen und der anschließenden Verkehrsbelastung beispielsweise eine verbleibende Vertiefung von drei bis vier Zentimetern werden. Diese Zahlen dienen der Veranschaulichung; die tatsächliche Setzung hängt von Material, Feuchtigkeit und Belastung ab.
Bei einer weiteren Pflegefahrt, beispielsweise um 12 Uhr, werden die verbliebenen Vertiefungen erneut mit geeignetem Material ausgeglichen. Anschließend trägt der Verkehr wieder zur Nachverdichtung bei. Dieser Ablauf wird nach Bedarf wiederholt — gegebenenfalls über mehrere Tage.
So wird die Schadstelle mit mehreren Überfahrten schrittweise aufgefüllt und verdichtet, bis das Schlagloch vollständig verschwunden ist. Je nach Tiefe und Verkehrsbelastung sind dafür mehrere Pflegegänge erforderlich. Nach einigen Tagen ist die Straße wieder vollständig hergestellt — die ursprünglichen Schlaglöcher sind nicht mehr erkennbar.
Schon kleine verbleibende Mulden können Wasser sammeln. Das kann die erneute Aufweichung und die Bildung weiterer Schlaglöcher begünstigen. Deshalb bearbeiten wir die Stellen so lange nach, bis eine gleichmäßige, ausreichend standfeste Oberfläche mit funktionierendem Wasserabfluss erreicht ist.
Die schnelle Arbeitsweise des VGraders macht diese wiederkehrenden Pflegefahrten wirtschaftlich: kurze Einsätze, vorhandenes Material bestmöglich nutzen und entstehende Setzungen gezielt ausgleichen.
Unser Prinzip: Vorbereiten, auffüllen, nachverdichten und kontrolliert nachpflegen — für dauerhaft besser nutzbare Schotterwege.
Der VGrader funktioniert auch ohne aktive Regelunterstützung. Mit einer passend eingestellten Regelhydraulik lässt sich sein Potenzial jedoch noch besser nutzen: zusammengefahrene Fahrspuren gezielt aufbauen, Material gleichmäßig verteilen und die Kufen entlasten.
Viele Traktoren bringen dafür bereits geeignete Funktionen mit. Wer seinen Traktor überwiegend für Transport, Grünlandpflege oder kommunale Arbeiten einsetzt, hat diese möglicherweise bisher kaum gebraucht. Das ist verständlich: Ihren Ursprung hat die Technik im Ackerbau.
Früher zogen Pferde oder andere Zugtiere den Pflug. Mit dem Traktor kam mehr Zugkraft — doch die musste auch auf den Boden übertragen werden. Ein schwer arbeitender Pflug konnte die Antriebsräder schnell an ihre Traktionsgrenze bringen.
Harry Fergusons entscheidender Gedanke war, Traktor und Arbeitsgerät als zusammenwirkendes System zu betrachten. Die Dreipunktanbindung mit geregelter Hydraulik ermöglichte es, Kräfte und Gewicht des Geräts für die Traktion zu nutzen und gleichzeitig auf wechselnden Arbeitswiderstand zu reagieren.
1925 meldete Ferguson sein grundlegendes Patent an. 1936 ging das System mit dem Ferguson-Brown in Serie. In den folgenden Jahrzehnten verbreitete sich die Regelhydraulik herstellerübergreifend. Aus den frühen mechanisch-hydraulischen Lösungen entwickelten sich später elektronische Systeme — die heutige EHR.
Die Hubwerkshydraulik kann mehr als ein Gerät anheben oder absenken. Je nach Ausstattung kann sie auch auf veränderte Zugkräfte reagieren und die Stellung des Geräts nachregeln.
Beim Pflügen bedeutet das vereinfacht: Steigt der Arbeitswiderstand, kann die Hydraulik den Pflug etwas anheben. Sinkt er, kann sie ihn wieder absenken. Bei einer Mischregelung werden Zugkraft und Hubwerksposition gemeinsam berücksichtigt.
Welche Funktionen vorhanden sind und wie sie bedient werden, hängt vom Traktormodell ab. Bei älteren Maschinen erfolgt die Einstellung häufig über mechanische Hebel, bei neueren über Drehregler, Bedienelemente oder ein Display.
Für unsere Arbeitsweise stellen wir die geeignete Regelung so ein, dass die Hydraulik den VGrader leicht mitträgt. Er soll weiterhin wirksam am Weg arbeiten, dabei aber auf seinen Kufen entlastet werden.
Das unterstützt die gleichmäßige Materialabgabe. Zusammengefahrene Fahrspuren können gezielt mit Material aufgebaut werden, anstatt dass der Grader überwiegend auf ihnen aufliegt. Je nach Weg und Einstellung lässt sich beispielsweise eine dünne Materialschicht von ein bis zwei Zentimetern auftragen.
Fährt der Traktor durch eine Mulde oder über eine Erhöhung, verändert sich seine Lage. Bei reiner Lageregelung können sich diese Bewegungen über die Dreipunktanbindung auf den Grader übertragen.
Eine passend abgestimmte Zugkraft- oder Mischregelung kann diese Auswirkungen vermindern, indem das Hubwerk auf veränderte Belastungen reagiert. Das Ziel ist ein ruhiger arbeitender VGrader mit gleichmäßiger Materialverteilung. Eine vollständige Entkopplung oder automatische Nivellierung übernimmt eine gewöhnliche EHR allerdings nicht.
In Schwimmstellung kann das Gerät dem Boden folgen und liegt mit seinem Gewicht auf. Beim VGrader tragen dabei die Kufen einen großen Teil der Last. Das kann für bestimmte Pflegearbeiten funktionieren. Für den gezielten Materialauftrag auf zusammengefahrene Fahrspuren bietet die leichte Unterstützung durch das Hubwerk jedoch zusätzliche Möglichkeiten.
Wird der Grader aus der Schwimmstellung lediglich etwas angehoben und in einer festen Hubwerksposition gehalten, können Traktorbewegungen wieder stärker auf die Arbeitsfläche wirken. Deshalb kommt es auf die passende Regelfunktion an — nicht allein auf die Höhe des Hubwerks.
Wird ein Teil des Gerätegewichts vom Hubwerk getragen, sinkt die Belastung auf den Kufen. Das kann ihren Verschleiß reduzieren. Wie groß der Vorteil ausfällt, hängt vom Wegematerial, der Einstellung und dem Einsatz ab.
So unterstützt die Regelhydraulik gleich zwei Ziele: einen kontrollierten Materialauftrag und einen sparsamen Umgang mit Verschleißteilen.
Die passende Einstellung wird auf Traktor, Grader und Weg abgestimmt. Eine pauschale Vorgabe wie „20 oder 30 Prozent" lässt sich nicht auf alle Maschinen übertragen: Je nach Hersteller beschreiben die Skalen unterschiedliche Funktionen und nicht unbedingt den getragenen Gewichtsanteil.
Mit einer kurzen Einweisung und einer Probefahrt lässt sich die geeignete Einstellung ermitteln. Danach wird die Nutzung der Regelhydraulik schnell zu einem vertrauten Teil der Wegepflege.
Unser Prinzip: Die Möglichkeiten des Traktors nutzen, den VGrader gezielt entlasten und vorhandenes Material gleichmäßig aufbauen.
Ja. Für Kommunen, Bauhöfe und Betriebe bieten wir flexible Möglichkeiten, den VGrader zu testen oder zu finanzieren — abgestimmt auf Ihren Bedarf. Sprechen Sie uns einfach an, wir finden gemeinsam die passende Lösung.
Nein. Der VGrader ist bewusst einfach gehalten — auch ohne Vorkenntnisse sind Sie in kurzer Zeit sicher im Einsatz.
Ja, gerne. Schreiben Sie uns über die Kontaktseite, wir vereinbaren gemeinsam einen Termin.
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